Reise nach Griechenland – Reisevorbereitungen

So einfach wie ich mir das dachte , ist es dann doch nicht mit unserem Wohnmobil für einige Wochen ein größere Reise zu unternehmen. Aber so nach und nach, vor allem mit Hilfe von FB-Freunden und -Gruppen sammelte ich alle wichtigen Informationen. Zumal für unser großes bzw. schweres Womo fast in jedem Land andere Mautregeln bestehen und wir auch einige Nicht-EU-Länder durchqueren wollen und dort ggf. auch übernachten werden. Ganz besonders in den jetztigen Covid-Zeiten. Hier hat mir die App “Sicher Reisen” des auswärtigen Amtes sehr viel weiter geholfen. Hier konnte ich mir Infos über Gesundheit, Einreisebestimmungen, Covidbeschränkungen und vieles mehr erlesen.

Beschaffung der Unterlagen

Gesundheit:

Was die Gesundheit betrifft, brauchen wir ein Langzeit-Auslandsreiseversicherung, weil die normalen Auslandsversicherungen nur so ca. 60 Tage gelten. Der Antrag für 4 Monate ist gemacht und beginnt am 1.September.

Da man in unserem Alter schon auf einige Medikamente angewiesen ist, mussten wir auch in dieser Hinsicht auf genügend Vorrat achten.

Wir sind ja schon einige Monate geimpft und haben somit unsere Nachweise auf dem Handy und in schriftlicher Form dabei, ebenso auch noch den gelben Impfausweise. Trotzdem gibt’s in einigen Ländern, die wir durchqueren noch besondere Vorschriften zu beachten. Dazu später mehr.

Wohnmobilversicherung und Mautbox

Für das WoMo brauche die grüne Versicherungskarte, die jetzt weiß ist. Ich habe eine ADAC+ Mitgliedschaft, um bei Autopannen ect. Hilfe zu bekommen. Für die Autobahnen in Österreich brauche ich eine Mautbox, die ich schon länger habe. Da ich sie aber schon 2 Jahre nicht mehr benutzt habe, muss ich sie noch überprüfen lassen, damit sie im Fall des Falles auch funktioniert – sonst wird’s teuer. Da sind die Österreicher gnadenlos. Ich habe zwar nicht vor denen mehr als 100 Euro Maut in den Rachen zu stecken, aber oft ist man schneller als gedacht auf einer mautpflichtigen Strecke.

Fahrstrecke und Übernachtung:

Wir planen ab Passau die Donau entlang durch die Wachau, dann an Wien vorbei bis an die ungarische Grenze zu fahren. Wenn wir die erste Etappe soweit schaffen, wollen wir dort irgendwo auf einem Stellplatz übernachten. Ansonsten bleiben wir eben irgendwo zwischen Wien und der Grenze stehen. Da wir ja vollkommen autark sind, findet sich immer irgendwo ein schönes Plätzchen.

Zu diesem Zweck habe ich schon länger die Park4Night-App als Premium Mitgliedschaft, die es erlaubt für ganz Europa Kartenmaterial herunter zu laden, um so auch offline immer eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen/finden.

Auch für meine Navis habe ich mir das Kartenmaterial als Offline-Version besorgt, da ich nicht überall Internet haben werden. Ich benutze ein extra Navi für große Wohnmobile, zusätzlich läuft auch noch Google-Maps mit. Und zur Sicherheit habe ich auch noch die Karten der HERE App auf dem Handy.

Handy und Internet:

Es trifft sich gut, dass mein alter Handyvertrag gerade ausläuft und so konnte ich einen passenden Vertrag mit 40GB Daten und Allnet-Telefonie machen. Da im Vertrag eine 2. Sim-Karte dabei ist, kann ich damit meinen mobilen Router bestücken und kann somit Laptop, Tablett und weitere Geräte betreiben.

Geplanter Reiseverlauf

Tag 1 – Abreise

Wie schon vorher geschrieben geht der erste Abschnitt unserer Reise über Passau und dann der Donau entlang durch die Wachau, vorbei an Linz und Wien bis an die ungarische Grenze. Laut Routenplaner sind das ca.450km überwiegend Landstraße. Dank der Mautbox kann ich aber auch mal kurzfristig auf die Autobahn ausweichen. 8-10 Stunden werden wir dafür sicher brauchen. Je nachdem wann wir daheim weg kommen, kann es gut sein, dass wir gar nicht bis an die ungarische Grenze fahren und bereits vorher übernachten.

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Tag 2 – Quer durch Ungarn

Für Ungarn brauchen wir eine E-Vignette die man aber auch schon Tage vorher online kaufen kann. Auch Coronamäßig brauchen wir hier nichts zu beachten, sodass wir das Land recht zügig und problemlos durchqueren können. Die Strecke verläuft über Györ und vorbei an Budapest bis in die Nähe von Szeget, wo wir uns dann eine weitere Übernachtungsmöglichkeit suchen werden. Das sind etwa 350km und nur Autobahn.

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Tag 3 – Weiterreise durch Serbien

Ab hier wird es dann ein wenig komplizierter, weil wir nach Serbien einreisen wollen. Damit verlassen wir die EU, was als erstes schon mal bedeutet, dass mit unseren Handyverträgen kein Roaming mehr möglich ist und der Datenverkehr und das Telefonieren extrem teuer wird.
Weiterhin erkennt Serbien unsere deutschen Impfpässe und -nachweise nicht an. Man muss entweder vor der Einreise einen Test machen (was wir sicher nicht tun werden) oder das Land innerhalb von 12 Stunden durchqueren. Nach meinen neuesten Infos von anderen Reisenden wird dies aber nicht kontrolliert.
Die Wegstrecke wären etwa 600km, also schon machbar. Zumal wir uns ja beim Fahren abwechseln könnten und es überwiegend über gut ausgebaute Autobahnen geht. Auch in Serbien bezahlt man Maut, die man jeweils an einzelnen Station in Bar oder mit Karte bezahlen muss. Die Durchquerung wird groben Berechnungen zu Folge ca. 50 Euro kosten. Aber ich will, wenn es nicht unbedingt sein muss, nicht mehr soweit am Stück fahren. Nach spätesten 400-500km wäre wieder eine Übernachtung angesagt. Hier hätte ich mir schon 2-3 Stationen ausgesucht, die wir dann anfahren könnten. Auch würde ich gerne ein wenig von diesem Land kennen lernen.
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Tag 4 – Serbien bis Griechenland

Geplant ist dann die Weiterreise über Nordmazedonien nach Griechenland zu unserem ersten Ziel in Thessaloniki.

Nach jetzigem Stand der Dinge, ist diese Durchquerung problemlos möglich. Diese Strecke verläuft auch überwiegend auf gut ausgebauten, mautpflichtigen Autobahnen. Bis ins Frühjahr diesen Jahres waren aber wegen Corona alle Grenzübergänge nach Griechenland geschlossen. Sollte dieser Fall wieder eintreten, müssten wir bereits in Serbien in Richtung Bulgarien fahren um von dort aus nach GR einzureisen. In Bulgarien sind aber die Straßen viel schlechter und auch die Registrierung unseres Womo für die Mautabschnitte ist wesentlich komplizierter.

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Lassen wir uns mal überraschen ob es dann tatsächlich auch abläuft wie geplant. Denn meistens kommt es anders als gedacht.

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